FAQ

Wie hat sich die CNC-Drehtechnologie in den letzten Jahren verändert?

Durch immer komplexere Bauteilkonstruktionen haben sich die Anforderungen an moderne CNC-Drehzentren in mehreren Schritten geändert. Zu den 2 Achsen (x und z) kam die Orientierung und Indexierung der Hauptspindel in Schritten von 1°. Nächster Schritt war der gesteuerte Antrieb der Hauptspindel als C-Achse. Von nun an konnte das Drehfutter als eigenständige Achse im Vorschub gesteuert werden. Im Anschluss erfolgte die Entwicklung einer weiteren gesteuerten Achse, der y-Achse. Nun kann nicht nur das Drehfutter angetrieben werden, sondern auch das Werkzeug (z.B. Fräser) vertikal innerhalb eines Bereiches von ca. +- 60mm bewegt werden. In Verbindung mit einer Gegenspindel und mehreren Revolvern können somit komplexe Bauteile vollständig in höchster Genauigkeit bearbeitet werden.

Was versteht man unter dem Begriff Dreh-Fräszentrum?

Dreh-Fräszentren sind ein Mix aus Dreh- und Fräsmaschine, wobei die Grundmaschine auf der Drehtechnologie beruht. Durch den Einsatz einer integrierten Frässpindel mit Werkzeugwechlser ist es nun möglich Fräs- und Bohrbearbeitungen direkt im Anschluss nach Drehopertionen ohne Umspannen der Bauteile auf eine andere Maschine zu tätigen. Für die Drehbearbeitung ist bei den meisten Maschinenkonzepten ein herkömmlicher Revolver zur Aufnahme der Drehwerkzeuge installiert.

Durch die Erweiterung auf 2 gegenüberliegende Dreh-Spindeln können Bauteile nun automatisch übernommen und automatisiert komplett bearbeitet werden.

Ein weiterer Schritt zur Steigerung der Produktivität, Senkung von Nebenzeiten und Fertigung komplexer Bauteile.

Was versteht man unter dem Begriff Fräs-Drehzentrum?

Das Konzept der Fräs-Drehzentren beruht auf der Frästechnologie.
Es findet häufig Einsatz bei großen Bauteilen.
Die Aufspannfläche ist ein gesteuerter Rundtisch, welcher mit bis zu ca. 800 U/min gedreht werden kann.
Die Frässpindel kann in einer definierten Position „verriegelt“ werden. Somit können in die Spindel Drehwerkzeuge starr eingespannt werden. Die Drehbewegung erfolgt über den Frästisch. Die Positionierung und Bewegung der Drehwerkzeuge erfolgen über die Standardachsen der Maschine.

Nach Beendigung der Drehbearbeitungen erfolgen die restlichen Bohr- und Fräsbearbeitungen wie gewohnt.
Eingeschränkt ist diese Technologie zum einen über den zur Verfügung stehenden Maschinenraum, welcher die maximalen Werkzeugdimensionen bestimmt.

Ein weiteres maßgebliches Kriterium ist die Antriebsleistung, Drehmoment und maximale Drehzahl des Maschinentisches.

Welche Schneidstoffe gibt es und wie werden diese eingesetzt?

Die Entwicklung der Schneidstoffe ist die Geschichte der Industrialisierung.
Zunächst wurde Stahl gehärtet, so dass er nur sehr bedingt zur spanenden Bearbeitung eingesetzt werden konnte. Gefolgt von Schnellarbeitsstählen (SS), Hochleistungsschnellarbeitsstählen (HSS) war die Entwicklung von Hartmetallen (HM) der entscheidende Schritt in die moderne Metallbearbeitung.

HSS- Werkzeuge sind nach wie vor wichtige Begleiter, die für viele Einsatzfälle echte Problemlöser darstellen.
Im Bereich der Hartmetalle richtet sich die Auswahl nach dem Werkstoff, der Bearbeitungsmethode und Bearbeitungsart der zu bearbeitenden Bauteile.

Materialien: Herkömmlichen Stähle, Guss, nichtrostende Stähle sowie Nichteisenmetalle und Kunststoffe.

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